Gute Gründe #1
Na dann mal los:
The Good German
Nach den ersten Kritiken war ich erstmal skeptisch, klang alles sehr nach “netter Versuch, nicht mehr”. Nun habe ich aber ein paar Hintergrundartikel in der Märzausgabe der ray gelesen, und finde dort neben großartigen ganzseitigen Stills viele gute Gründe, den Film zu sehen:
Dass Soderbergh, Clooney und Drehbuchautor Paul Attanasio auch die heutige US-Außenpolitik und den Irak thematisieren wollten, lässt sich aus THE GOOD GERMAN nur schwer herauslesen: Noirs von DER DRITTE MANN bis zu Raymond-Chandler-Adaptionen werden rauf und runter zitiert, die politische Implikation fällt kaum einmal aus dem historischen Rahmen. Die verregnete Schlussszene, in der Lena ein Propellerflugzeug besteigt, ist der formal deutlichste Hinweis auf CASABLANCA, zeigt aber immerhin, wie ein GOOD GERMAN anno 1949 nicht hätte enden dürfen. (ray-magazin.at)
Spannender ist noch die Technik: Die Schauspieler agieren teilweise vor zeitgenössischem Archivmaterial - ohne dass der Zuschauer es bemerken könnte.
Princesas
Hätte man Anfang des Jahres sehen können, was ich leider verpasst habe, trotz einer recht guten Review bei Filmstart. Die ray-Review lässt mich jetzt auf die DVD warten:
“Ein Gesellschaftsporträt, das dank der bissigen Ironie, mit dem die Figuren ihr Schicksal kommentieren dem Film trotz der Schwere des Themas eine bitter-komische Seite verleiht, die ihresgleichen sucht.” (Bettina Schuler, ray Filmmagazin 03/07 S. 60)
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