
“Gegen die Wand” ist am Wochenende in Cannes ausgezeichnet worden. Auf der Seite des NDR, der den Film mitfinanziert hat, ist der Film nun in voller Länge und guter Qualität verfügbar. Dieses Vorgehen ist lobenswert, genau der richtige Schritt und - soweit ich weiß - bislang beispiellos. Bei so einem Angebot könnte ich mich sogar mit der Internet-GEZ-Gebühr anfreunden.
Bei mir läuft der Film noch nicht, aber das Problem scheint auf meiner Seite zu liegen.
Gefunden bei wortfeld.
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(v.l.n.r.:) Klaus Kocks, hübsches Gruppenfoto, Werner Böhm - (Standbilder aus “Hart aber Fair”/WDR/20.05.2007)
Vor einiger Zeit habe ich hier über Amateure geschrieben, die sich selbst in Mediendiskussionen bloßstellen. Natürlich ist das etwas zu kurz gegriffen. Diese Woche besteht die Runde bei Plasberg in erster Linie aus Profis, trotzdem ist die Diskussion teilweise nur noch im Lautlosmodus zu ertragen, besonders wenn Böhm das Wort ergreift, und dann leider die Gelegenheit verpasst auch tatsächlich etwas zu sagen.
Klaus Kocks hingegen, der eine ökonomieorientierte Einstellung vertritt die für sich genommen befremdend ist, beweist Hintergrundwissen, bleibt ruhig und sachlich. Er emotionalisiert die Debatte über unsere Leistungsgesellschaft nicht unnötig, sondern stellt das Problem in seiner ganzen Brutalität da.
In der “Schlussrunde” ist Kocks dann auch als einziger so ehrlich, sich selbst als den “besten Diskussionsteilnehmer” zu nennen.
(Auf die Verlinkung verzichte ich, weil ich beim WDR keine Permalinks gefunden habe. Muss ich da erst auf einen Archiveintrag warten?)
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Die Forderung TOTAL FREEDOM ist sehr allgemein gehalten. Sollten da tatsächlich junge Menschen für die freie Marktwirtschaft auf die Straße gehen? Für dem unbeschränkten Wirtschaftsliberalismus?
Und wenn nicht: ist TOTAL FREEDOM dann nicht ein dummer Allgemeinplatz von Leuten, die die Vokabeln “peace” und “freedom” nicht so ganz auseinanderhalten können?
Nein. Wenn man das folgende Bild sieht, kann man sich vorstellen, welche Freiheit da vielleicht gefordert werden könnte.

Die Freiheit der Rede zum Beispiel. Das beinhaltet nicht nur, die eigene Meinung sagen zu dürfen, sondern auch dies ohne Angst tun zu können. Es ist ganz richtig, wenn der Rechtsstaat demonstrierende NPDler schützt, damit diese keine Angst vor Gegendemonstranten haben müssen. Gestern mussten linke Demonstranten Angst vor der Polizei haben. Ich beiß mir in den Arsch, dass ich nicht dabei war, weil ich mir nicht sicher war ob die Proteste angebracht waren. Aber die Gruppe, die auf diesen Bildern zu sehen ist, hat jede Solidarität verdient.
Bilder von objectiv-art unter einer CC-Lizenz, vielen Dank dafür!
– edit
Die friedliche Demo war dem Hamburger Abendblatt leider nicht spektakulär genug für die Titelseite, aber zum Glück (für den CvD) gabs ja auch wieder Randale im Schanzenviertel:

Immerhin: Drei friedliche Demonstranten kommen in einer Randnotiz zu Wort.
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Mein Lieblingskomentar der Woche, diesmal in einer aufschlussreichen Klopperei mit den PI-Menschen:
Das ist pfiffig vom Herrn Niggemeier: Anstatt langatmig darzulegen, wes Geistes Kind die PI-Leute sind, legt er hier einfach einen Köder aus und wartet, bis sie herkommen und es selbst beweisen.
haekelschwein bei Stefan Niggemeier
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Ich habe ein neues Lieblingsblog und kann kaum glauben, es heute erst entdeckt zu haben. Bei allem Entsetzen über die amerikanische Außenpolitik gibt es auf der anderen Seite des Atlantiks etwas, das niemals seine Faszination auf mich verloren hat, und das ist New York. Obwohl oder gerade weil ich noch nie dort war, ist es für mich der Inbegriff eines ‘Lifestyles der Möglichkeiten’. Diese Möglichkeiten hat man natürlich nur mit ausreichend Geld, und so muss ich auf meinen ersten längeren NY-Trip wohl noch eine zeitlang warten.
Bis es soweit ist lese ich ab heute die “New York diaries” von Nina, einer jungen deutschen Journalistin, die ein halbjähriges Praktikum in einer New Yorker Agentur macht. Nina schreibt für ZEITonline über die Stadt und ihre Menschen, die sich irgendwo zwischen Klischee und Normalität bewegen. Wenn ich noch mehr gute Stadtblogs finde, werde ich sie hier in den nächsten Tagen zusammenstellen. Gibt es eigentlich ein gutes Altona-Blog?
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Don’t PANIC!
Wenn es einen nützlichen Gedenktag gibt, dann ist das der 25. Mai, der Towel Day zu Ehren Douglas Adams. Weil es immernoch Menschen gibt, die Adams nicht kennen. Solange man noch seltsam auf der Straße angesehen wird, weil man an einem Maitag ein Handtuch bei sich hat, solange lohnt es sich noch, den Towel Day zu zelebrieren.
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Gibt es eigentlich ‘Probegespräche’ mit Medienamateuren, die in TV-Gesprächsrunden auftreten wollen?
Gerade eben bei Plasbergs “hart aber fair“:
Es geht um die Pornofizierung unserer Gesellschaft. Drei Medienprofis (Ingo Appelt, Nova Meierhenrich und Walter Wüllenweber (Stern-Autor)) liefern eine gute Diskussion über Sex, Werte und Aufklärung. Als Vertreter der Porno-Industrie ist der Sprecher der Venus-Messe dabei, der dafür, dass er Kommunikations-Profi ist, erstaunlich unsicher rumstottert. Leider hielt es aber irgendwer in der “hart aber fair”-Redaktion für eine gute Idee, Regine Schwarzhoff einzuladen. Schwarzhoff, “Vorsitzende des Elternvereins NRW und Mutter von drei Kindern”, fällt nicht nur mit ihrer Unfähigkeit zur gepflegten Diskussion auf (ständiges dazwischenreden und beleidigen anderer Diskussionsteilnehmer), sondern auch durch ihren an Prüderie, Humorlosigkeit und Realitätsfremde kaum zu übertreffenden Standpunkt.
Wer an einer solchen Runde teilnimmt kann sich nicht beschweren, wenn er dabei in seiner ganzen Lächerlichkeit bloßgestellt wird. Aber hätte sich nicht ein Redakteur der Sendung im vorhinein erbarmen können, Frau Schwarzhoff vor einer Situation zu schützen, der sie offensichtlich nicht gewachsen war?
Zugegeben: Das ohnehin sehr unterhaltsame “hart aber fair” ist dankt dieses Gastes zeitweise richtig lustig geworden. Auf der anderen Seite war es aber tatsächlich eine Qual der Frau zuzuhören, so dass ich während ihrer Monologe häufiger auf die Mute-Taste schielte.
(Regine Schwarzhoff ist hier stellvertretend für all die Medienamateure in ernsten Diskussionen, die bei mir in erster Linie Mitleid erregen)
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Je öfter ich an Babel zurückdenke, desto mehr freue ich mich auf die DVD. Bis es soweit ist kann man auf RBB zurückgreifen, die kommende Woche gleich zwei Meisterwerke von dem Regisseur zeigen, dessen Namen man nur dank Copy&Past fehlerfrei Schreiben kann: Alejandro González Iñárritu!
Amores Perros - Montag 07.05.07 23:00
21 Gramm - Dienstag 08.05.07 23:00
Mehr Infos bei RBB, die Iñárritu einfach nur beim Vornamen nennen:

[via peter]
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