Zu den besten Sendungen im deutschen Fernsehen gehört “Mit Offenen Karten“, Mittwochs bei arte. Die Macher der Sendung schaffen es, viele Daten, Karten und Statistiken verständlich zu präsentieren. So bekommt man in sehr kurzer Zeit einen guten Überblick über eine Problematik. Dafür bewundere ich die Sendung, denn viele andere TV-Formate scheitern bei dem Versuch, den Zuschauer schnell zu bilden. Eine Stufe weiter geht das interaktive Angebot von MSNBC. Der Zuschauer entscheidet selbst, wieviele Informationen er möchte. Gleichzeitig beschränken sich die Informationen auf das wirklich entscheidende. In nur 7 Minuten versteht man den grundlegenden Konflikt im Irak. DAS ist die Zukunft des (Informations-) Fernsehens!
Es gibt diese wundbaren Filmbücher, die auf 1000+ Seiten wirklich jeden Film vorstellen, der es Wert ist, vorgestellt zu werden. Bei mir liegt seit kurzem Chronik des Films (ca. 3000 Filme) rum. Noch lieber lese ich in The New York TImes Guide to the best 1000 Movies ever made. Der lange Titel wird dem Werk gerecht: 1000 original NYT-Reviews, die ersten aus den 30ern, die letzten von 2003.
Zum Glück bin ich nicht der einzige, den diese Art von Büchern fastziniert: Der Autorin von filmfanatic.org fiel irgendwann in den 80ern der Guide for the Film Fanatic von Danny Peary in die Hände - und entschloss spontan, jeden der 1600 Filme selbst zu sehen. Eine großartige Lebensaufgabe, die sie mittlerweile in ihrem Blog dokumentiert - Mit schönen Kommentaren zu jedem der Filme. Mein neues Lieblingsblog!
Die USA werden keinen Präventivschlag gegen den Iran wagen, behauptet zumindest der Universaljournalist James Fallows. Jörg Lau nennt Fallows in seinem Blog “Iran-Experte”, es könnte also was dran sein an der kurzen Argumentation (ein längerer Artikel zum Thema ist bei Lau verlinkt).
Django - das Original von 1966. Gestern, 23.00 Uhr, WDR.
Ok, ein bisschen nutzlos einen Film zu empfehlen, der gestern lief. Bei YouTube gibts einen Trailer zum Film, der leider schon viele der wirklich gute Szenen zeigt. Ist aber egal, den der Plot ist eh nicht so wichtig. Also bitte erst auf den genialen Soundtrack achten, und dann gegen 2:21min über den coolesten Blick freuen, denn je ein Schauspieler in eine Kamera geworfen hat … behaupte ich jetzt einfach mal.
Unglückliche Umstände trieben mich letzte Woche in eine Vor-Premiere von „Mitten ins Herz“, eine Hugh-Grant-Schnulze von Marc Lawrence.
Alex Fletcher war in den 80ern Mitglied der Kultband „Pop!“ und hält sich nun mit Auftritten in Vergnügungsparks über Wasser. Als die erfolgreiche junge Sängerin Cora, eine Mischung aus Britney Spears, Christina Aguilera und Paris Hilton, ihn bittet, einen Song für sie zu schreiben, wittert Alex eine zweite Karrierechance. Der Harken: Alex kann zwar eingängige Melodien schreiben, hat aber noch nie einen Song getextet. Zum Glück hat seine Blumenpflegerin (Drew Barrymore) eine Ader für die Poesie. In langen Nächten schreiben die beiden zusammen eine Ballade für Cora. Es dauert nicht lange, bis eine Romanze, wie aus dem Hollywood-Lehrbuch, beginnt.